Das KI-Experiment – Camper-Kurztrip zu den Scheidegger Wasserfällen und ins Aquaria Oberstaufen

Kann eine KI einen gelungenen Camper-Kurztrip planen? Genau das habe ich ausprobiert. Die Reise führte mich zu den Scheidegger Wasserfällen, auf einen ruhigen Stellplatz im Allgäu und am nächsten Morgen ins Aquaria Oberstaufen. Was funktioniert hat — und wo die KI danebenlag — erfährst du im Beitrag.
Vorschlag der KI Scheidegger Wasserfälle

Mit der KI auf Kurztrip

Auch wenn ich momentan etwas Zeit zuhause verbringe, habe ich mir vorgenommen, während meiner Auszeit mindestens einmal pro Woche einen Ausflug oder Kurztrip zu unternehmen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, Ausflugsziele auch einmal unter der Woche und außerhalb der Ferienzeit zu besuchen.

Aber wohin eigentlich?

Warum nicht einfach einmal die KI fragen und schauen, welche Vorschläge dabei herauskommen.

Der KI stelle ich folgende Aufgabe:

„Ich möchte etwa 1–2 Stunden von Bad Wurzach aus fahren, am Zielort eine kleine Wanderung unternehmen, anschließend auf einem Stellplatz mit meinem Camper übernachten und am nächsten Morgen ein Hallen- oder Thermalbad besuchen.“

Die KI liefert tatsächlich einige brauchbare Vorschläge. Darunter die Scheidegger Wasserfälle sowie ein Besuch im Erlebnisbad Aquaria in Oberstaufen. Als Übernachtungsplatz schlägt die KI den Parkplatz an den Scheidegger Wasserfällen vor.

Das klingt zunächst ganz gut — auch wenn ich skeptisch bin, ob das Übernachten dort tatsächlich erlaubt ist.
Kleiner Wasserfall

Besuch der Scheidegger Wasserfälle

Ich starte also in Richtung der Scheidegger Wasserfälle im Allgäu. Schon mehrfach bin ich hier vorbeigefahren, bisher allerdings immer am Wochenende oder während der Ferienzeit. Da die Parkplätze dann meist komplett überfüllt waren, habe ich dort bisher nie einen Stopp eingelegt.

An diesem Dienstagnachmittag Ende April sieht das allerdings ganz anders aus. Ich bin zwar nicht alleine hier, insgesamt ist aber nur wenig los und die Parkplatzsituation entspannt.

Wie bereits vermutet, ist das Übernachten auf dem Parkplatz der Scheidegger Wasserfälle verboten. Zum Glück kenne ich in der Gegend einige offizielle Wohnmobil-Stellplätze. Zunächst möchte ich mir aber erst einmal die Wasserfälle anschauen.

Das Parken ist kostenlos, allerdings werden 5 Euro Eintritt fällig. Das Gelände ist sehr schön angelegt und bietet neben den Wasserfällen auch einen kurzen Geo-Erlebnispfad, einen Spielplatz sowie einen kleinen Märchenwald. Dafür geht der Preis meiner Meinung nach absolut in Ordnung.
Erster großer Wasserfall (22m)

Wanderung entlang der Wasserfälle

Zunächst steuere ich den kleineren Wasserfall an. Der Weg verläuft direkt hinter dem Wasserfall entlang — eine wirklich schöne Idee. Leider war es in den vergangenen Wochen sehr trocken, weshalb momentan nur relativ wenig Wasser fließt.

Danach geht es weiter auf den Geo-Erlebnispfad. Das „Erlebnis“ hält sich zwar etwas in Grenzen, dennoch ist es ein schöner und entspannter Weg entlang eines kleinen Bachlaufs. Mehrere Bänke laden zum Verweilen ein.

Vorbei an einem kleinen Klassenzimmer im Freien und einem Spielplatz geht es schließlich zu den beiden großen Wasserfällen, die immerhin 22 beziehungsweise 18 Meter hoch sind.

Den besten Blick von oben hat man übrigens, wenn man dem Weg links vom Spielplatz bis ganz zum Ende folgt.

Auf der rechten Seite besteht außerdem die Möglichkeit, über teilweise recht steile Treppen nach unten abzusteigen. Der Abstieg lohnt sich definitiv — einen Wasserfall sollte man schließlich auch einmal von unten betrachten.

Nachdem ich die Treppen wieder nach oben gestiegen bin, mache ich mich langsam auf den Rückweg zum Ausgang.

Für den Besuch der Scheidegger Wasserfälle würde ich insgesamt etwa 1–2 Stunden einplanen. Die Wasserfälle selbst sind vielleicht nicht spektakulär, das gesamte Gelände ist aber sehr schön angelegt und bei einem Ausflug ins Allgäu durchaus einen Besuch wert.
Zweiter großer Wasserfall (18m)

Stellplatz mit dem Camper in Oberreute

Weiter geht es mit meinem KI-Experiment. Beim Thema Übernachtungsplatz hat die KI leider nicht ganz überzeugt. In der Umgebung gibt es allerdings einige Wohnmobil-Stellplätze, unter anderem auch direkt in Scheidegg.

Ich entscheide mich jedoch dafür, noch ein Stück weiter Richtung Oberstaufen zu fahren. In Oberreute befindet sich neben dem örtlichen Freibad ein kleiner und angenehm ruhiger Stellplatz, auf dem ich die Nacht verbringe.
Aquaria Oberstaufen

Besuch im Aquaria Oberstaufen

Am nächsten Morgen steht das zweite von der KI vorgeschlagene Ziel auf dem Programm: das Erlebnisbad Aquaria in Oberstaufen.

Auf dem Weg dorthin mache ich noch einen kurzen Abstecher nach Österreich. Mein Camper braucht Diesel — und der ist dort zu diesem Zeitpunkt rund 20 Cent pro Liter günstiger als in Deutschland.

Laut KI soll es am Aquaria Oberstaufen Parkmöglichkeiten für Fahrzeuge mit 2,50 Meter Höhe geben. Ob das wirklich stimmt?

Bei meiner Ankunft entdecke ich zunächst nur ein Parkhaus — für Camper eher ungeeignet. Ein Stück weiter gibt es allerdings die Möglichkeit, unabhängig von der Fahrzeughöhe auf das obere Parkdeck zu fahren.

Da heute wenig Betrieb herrscht, ist das Parken mit meinem kompakten Camper problemlos möglich. Am Wochenende oder mit einem größeren Wohnmobil würde ich den Parkplatz allerdings eher nicht empfehlen.

Das Aquaria besuche ich heute zum ersten Mal. Das Bad ist zwar relativ kompakt, bietet aber alles, was man für ein paar entspannte Stunden braucht:

- Schwimmerbecken
- Wasserrutsche
- Sprungturm
- zwei Außenbecken
- Saunabereich

Insgesamt ein schöner und entspannter Abschluss meines kleinen Camper-Kurztrips durchs Allgäu.

Mein Fazit zum KI-Experiment

Als Ideengeber kann eine KI für Kurztrips und Reiseplanung durchaus hilfreich sein. Mit einem noch detaillierteren Prompt ließen sich wahrscheinlich sogar präzisere Tourenvorschläge erstellen.

Trotzdem sollte man sich nicht blind auf die Vorschläge verlassen — gerade bei Themen wie Wohnmobil-Stellplätzen oder Parkmöglichkeiten lohnt sich immer eine zusätzliche eigene Recherche.

Für Inspirationen und spontane Ideen funktioniert das Ganze aber ganz gut.
Veröffentlicht: 13.05.2026
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