Startseite Norwegen Roadtrip 2017 - Teil 4

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Im 4 Teil meines Norwegen Roadtrips erreiche ich den nördlichsten Punkt meiner Reise. Ab jetzt geht es wieder in Richtung Süden. Dabei führt mich mein Weg zunächst über eine Norwegische Lanschaftsroute die sich Helgelandskysten nennt.

Bodø

Mit Bodø habe ich nun endgültig den nördlichsten Punkt meiner Reise erreicht. Der Richtungswechsel fällt mir alles andere als leicht, lange habe ich überlegt noch auf die Lofoten zu fahren, doch ein Blick auf den Kalender und der Wetterbericht für die nächsten Tage (es soll mal wieder regnen) überzeugt mich davon es nicht zu tun. Stattdessen entschliesse ich mich zu einem Tag am Strand. Die 10°C und der kalte Wind laden zwar nicht gerade zum Baden ein, aber immerhin traut sich die Sonne mal wieder hinter den Wolken hervor und es ist endlich mal wieder für längere Zeit trocken.
Den Strand habe ich am Abend zuvor im Internet entdeckt. Er wurde hier als besonders empfehlenswert gekennzeichnet, was ich nach dem Besuch absolut bestätigen kann. Eingerahmt durch hohe Felsen, dazu die Gipfel der Lofoten, die weit weg mitten im Meer zu sehen sind - ein traumhaft schöner Ort.
Strand in der nördlich von Bodø

Helgelandskysten

Nachdem ich fast den ganzen Tag an diesem wunderschönen Ort verbracht habe, ist es am Abend endgültig so weit, es geht wieder in Richtung Süden und diesmal ist auch das Ziel klar - Bergen. In 10 Tagen geht von dort aus meine Fähre zurück nach Dänemark. Die kürzeste Route dorthin währen etwas mehr als 1.300 km, aber ich habe nicht vor die Kürzeste Route zu nehmen. Stattdessen entschliesse ich mich für eine der norwegischen Landschaftsrouten, die sich Helgelandskysten nennt und 433 km entlang der Küste führt.
Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt
Immer wieder unterbreche ich meine Fahrt an den traumhaften Sand-Stränden zwischen den Bergen. Die Wolken und die tief stehende Sonne, verleihen dem ganzen zusätzlich eine ganz besondere Atmosphäre.
Irgendwann entdecke ich entlang der Strecke den Campinplatz Reipå Camping, auf dem ich die Nacht verbringe. Auf dem sehr gepflegten Platz steht gerade mal noch ein weiteres Wohnmobil und trotz der Tatsache das sich der Platz direkt an einer Hauptstraße befindet, ist die Nacht absolut ruhig.
Traumstrand an der Helgelandskysten

Gletscher Svartisen

Am nächsten Morgen geht es weiter, zunächst folge ich der Straße bis ich auf den Bergen zu meiner Linken einen Gletscher entdecke der mein Interesse weckt. An einer Touristen-Info entlang der Strecke erfahre ich das es einen Weg dorthin gebe. Ich müsse ein Stück zurück, dann würde eine schmalle Straße weg von der Hauptstraße in die Berge führen. Dieser solle ich folgen bis diese endet, von dort aus solle ein Wanderweg bis zum Gletscher führen. OK das hört sich gut an. Was die Dame an der Info allerdings nicht erwähnt hat, ist das es sich bei der Straße um eine Baustellenstraße handelt und diese durch einen unbeleuchteten Tunnel oder besser gesagt durch ein schwarzes Loch führt. Vor und nach dem Tunnel ist die schmalle Straße in einem sehr guten Zustand. Im Tunnel allerdings ein Piste mit riesigen Schlaglöchern. Dank Nebelscheinwerfern und Fernlicht gelingt es mir die meisten davon im Schneckentempo zu umfahren. Etwas mulmig ist mir schon, als ich ich im Tunnel weder Anfang noch Ende sehe und die schwarzen Wände so gut wie alles Licht schlucken. Aber umkehren ist nicht - also Auge zu und durch :-)
Svartisen
Doch es lohnt sich, nach dem Verlassen des Tunnels lande ich in einem wunderschönen Tal. Kurz darauf habe ich die Möglichkeit gerade aus oder links zu fahren. Ich entschliesse mich zunächst dazu mich links zu halten. Was wohl auch der richtige Weg gewesen währe. Doch als abermals ein solches schwarzes Loch vor mir auftaucht kehre ich lieber um und versuche den anderen Weg.
Dieser endet unterhalb einer Staumauer, wo ich mein Auto abstelle und auf die Staumauer wandere. Von hier oben habe ich einen gigantischen Blick über das menschenleere Tal, auf den Stausee und den dahinter liegenden Gletscher. Näher komme ich von hier aus allerdings nicht an den Gletscher heran. Dennoch bin ich tief beeindruckt von diesem Ort, an dem ich quasi Sommer und Winter auf einmal erlebe. Auf der einen Seite der Staumauer der riesige winterliche Gletscher, auf der anderen Seite das leuchtend grüne Tal.
Talblick von der Staumauer
Blick von der Staumauer auf den Svartisen
Allmählich kommt Regen auf, also trenne ich mich von diesem beeindruckenden Ort und durchquere abermals den abenteuerlichen Tunnel. Weiter geht's entlang der Küste wo ich mich für diese Nacht für Wildcampen auf einem kleinen Parkplatz direkt an einem Strand entscheide.