Startseite Wandertour entlang des Plansees zum Heiterwanger See

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Es ist Ende März 2017, in den Füßen kribbelt es, die ersten warmen Tage nach einem langen Winter. Heute soll das erste mal in diesem Jahr zum Wandern in die Berge gehen. Mein Ziel ist der etwa 120 km entfernte Plansee in Tirol.

Nebel und Hochnebel begleiten mich bis zur österreichischen Grenze, ich vertraue aber dem Wetterbericht und werde nicht enttäuscht. Bei strahlendem Sonnenschein erreiche ich nach gut 1 1/2 Stunden mein Ziel.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Strandbad, den ich fast für mich alleine habe. Nach der erfolglosen Suche eines Parkscheinautomaten und der Freude tatsächlich keinen zu Finden, marschiere ich los. Ich folge der Beschilderung des Rundwanderweges, der laut Beschilderung etwa 4 Stunden in Anspruch nehmen soll.
Plansee
Der Weg verläuft immer in unmittelbarer Nähe zum See, neben der traumhaften Ausblicke auf die umgebenden Berge und auf den See faszinieren mich vor allem die vielen Kiefern entlang des Weges und die langsam erwachende Natur.
Wanderweg entlang des Plansees
Es sind kaum andere Wanderer unterwegs, die Ruhe wird nur selten durch Sportwagenfahrer auf der anderen Seeseite gestört die die kurvenreiche Straße entlang des Sees nutzen um mit Ihren hochdrehenden Motoren möglichst viel Krach zu machen (Hoffentlich habe ich das jetzt diplomatisch genug ausgedrückt)
Plansee
Die Traumhafte und fast menschenleere Umgebung verleitet immer wieder zu kleinen Zwischenstopps, das und die Tatsache das der Weg bis auf einige leichte Steigungen nahezu eben verläuft führt bei mir zu einer fast meditativen Entspannung. Würde man nicht immer wieder durch die nervigen Sportwagenfahrer auf der anderen Seite des Sees aus seinen Gedanken gerissen.
Plansee
Nach gut 2 Stunden habe ich die Hälfte der Strecke geschafft, der Rundweg würde mich nun zur Anderen Seeseite führen, dort ginge es dann etwas oberhalb der Straße zurück zum Ausgangspunkt. Ich entschliesse mich dagegen. Stattdessen will ich noch den mit einem Kanal mit dem Plansee verbundenen Hinteranger See umrunden und anschliessend den gleichen Weg wieder zurück nehmen.
Plansee

Der Heiterwanger See

Während der Plansee komplett Eisfrei war und nur wenige Schneereste noch an den vergangenen Winter erinnerten, ist der Heiterwanger See teilweise noch gefroren. Das Eis schimmert in den verschiedensten Grüntönen, ein ganz besonderes Farbspiel, welches sich mit der Kamera nur schwer einfangen läßt.
Heiterwanger See
Ich folge dem See entlang seines Südufers. Hier muss ich zunächst ein Kiesfeld durchqueren - wieviel Wasser wohl nötig ist um einen Wald in ein solches Kiesfeld zu verwandeln? War es ein Unwetter oder ist es eine folge der Schneeschmelze?
Kies im Wald
Bevor ich mich weiter mit der Frage beschäftigen kann muss ich voll und ganz auf den Weg konzentrieren. Ich bin inzwischen auf einem Forstweg unterwegs, auf dem noch die letzten Schnee- und Eisreste liegen, was eine recht rutschige und nasse Angelegenheit ist. Nun macht sich bezahlt das ich mich für die Wanderstiefel entschieden habe, die Füße bleiben trocken und ich habe auch auf dem Eis einigermassen guten halt.
Heiterwanger See
Mitten durch einen Campingplatz führt mich der Weg nun zur anderen Seeseite und leitet damit den Rückweg ein. Über einen schmalen Wanderweg, vorbei an den ersten Frühlingsboten geht es zurück zum Plansee.
Erste Frühlingsboten am Wegesrand
Zuvor geniesse ich jedoch nochmals den Blick über den See auf die Umgebenden Gipfel und stelle dabei fest das das Schöne Wetter wohl bald ein Ende haben wird. In der Ferne zieht Nebel auf.
Heiterwanger See
Immer schneller schiebt der Wind den Nebel über die Seen. Bis zu meinem Ausgangspunkt sind es noch etwa 2 Stunden Fußmarsch. Da ich davon nur so wenig wie möglich im Nebel zurücklegen will verzichte ich auf die geplante Vesperpause zwischen den Seen und trete den Rückweg entlang des Plansees an.
Vorboten des Wetterwechsels
Mit den letzten Sonnenstrahlen erreiche ich den Parkplatz an dem ich mein Auto abgestellt habe.

Laut GPS habe ich eine Strecke von 22 km zurückgelegt und war dafür knapp 6 Stunden mit diversen Zwischenstopps unterwegs.

Mein Fazit: Eine traumhaft schöne und nicht all zu anstrengende Tour die ich auf jeden Fall nochmals wiederholen werde. Optimal um nach dem langen Winter die müden Knochen wieder zu reaktivieren.
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Erstellt am 25.10.2017 / 149 Aufrufe