Startseite Schweden 2021 - Fulufjället Nationalpark

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September 2021, ich befinde mich auf einer 3-Wöchigen Tour durch Schweden. Eine Tour die ich noch ein paar Wochen zuvor nicht auf dem Schirm hatte. Doch es hat sich gelohnt, mein erstes Highlight war der Besuch im Fulufjället Nationalpark.
In Schweden, dass weiß ich von meiner Tour zum Nordkap 2018 gibt es viel Wald, sehr viel Wald und in Kombination mit Süd- und Mittelschwedens flacher Landschaft führt bei mir nach einigen Tagen allmählich zu beklemmenden Gefühlen, ich brauche einfach ein paar Berge am Horizont. So entschließe ich mich meine Fahrt in Richtung Norwegischer Grenze fortzusetzen. Hier soll sich im Fulufjället Nationalpark einer der höchste Wasserfälle Schwedens befinden, der 93m hohe Njupeskär, 70m davon in freien Fall.

Stellplatz - Mörkrets Campingplats

Bei Regnerischem Wetter erreiche ich am späten Nachmittag mein Zielgebiet. Kurzentschlossen verschiebe ich die Erkundung des Nationalparks auf den nächsten Tag und stelle meinen Camper auf einem kleinen Stellplatz wenige Kilometer vom Eingang des Fulufjället Nationpark ab. Für 160 Kronen (ca. 16 Euro) pro Nacht bietet der Platz neben Strom und Toilette eine wunderschöne Lage direkt an einem Fluss.
Mörkrets Campingplats

Fulufjället Nationalpark

Gut ausgeschlafen, geht es am nächsten Morgen in den Nationalpark. Auch das Wetter hat ein einsehen und so lacht die Sonne zwischen lockeren Wolken vom Himmel. Wie ich am Eingang erfahre, gibt es im Nationalpark mehrere Rundwege, von Einfach bis schwer. Meine Wahl fällt zunächst auf den mittleren Weg, dem 4km langen Njupeslängwegen, der vorbei am Wasserfall führen soll.
Fulufjället Nationalpark
Ein kleiner See, bildet mit den dahinerliegenden Bergen und den schon leicht herbstlich gefärbten Bäumen ein erstes optisches Highlight auf meiner Tour.
Einfach schön

Bergauf

Auf gut ausgebauten Wegen geht es anschließend durch den Wald, vorbei an einem Bachlauf immer weiter Bergauf. Mit jedem Meter nach oben werden die Bäume kleiner und geben immer wieder den Blick auf die Umliegenden Felswände frei.
Erster Blick auf den Wasserfall Njupeskär

Herbstfärbung

Die Baumgrenze liegt hier bei etwa 880m Höhe. Auf diesem ersten Rundweg werde ich diese Grenze jedoch noch nicht erreichen. Aber jeder Höhenmeter macht sich zu dieser Jahreszeit bereits mit einer immer stärkeren herbstlichen Färbung der Bäume bemerkbar. Ein traumhaft schöner Weg.

Wasserfall

Nach etwa der Hälfte des Weges erreiche ich schließlich den Wasserfall. Allerdings kann ich ihn nur aus einigen Metern Entfernung bewundern, da der Weg der die letzten Meter zum Wasserfall führt gerade erneuert wird. Doch auch von hier aus ist er schön anzusehen.
Wasserfall Njupeskär

Jaktfalkslenden

Viel zu schnell erreiche ich anschließend wieder meinen Ausgangspunkt, der Berg ruft (naja eher Hügel), also folge ich diesem Ruf und hänge an meine Runde den 5,5 km langen Jaktfalkslenden an. Dieser Führt über die umliegenden Berge zur Oberkante des Wasserfalls. Im Unterschied zur ersten Runde ist dieser Weg, wesentlich anspruchsvoller, kaum ein Meter bei dem man sich nicht über Lose Felsbrocken seinen Weg suchen muss. Eine echte Herausforderung für meine leicht lädierten Kniee, aber es lohnt sich. Weniger wegen des Blickes auf den Wasserfall (von dem sieht man von hier oben nicht viel), vielmehr wegen der Aussicht, diese ist einfach Gigantisch.
Jaktfalkslenden - Der Weg nach oben
Aber nicht nur die Fernsicht, auch die Landschaft, hier am Rande des Fjälls ist zu dieser Jahreszeit mehr als Beeindruckend. Allein schon die intensiven Farben, die im Bild nur erahnt werden können, entschädigen für den Aufstieg.
Aussicht Jaktfalkslenden
Blick ins Fjäll

Fazit

Alles in allem eine wunderschöne Tour, mein Besuch im Fulufjället Nationalpark hat sich absolut gelohnt. Der Nationalpark ist bekannt und der Größe des Parkplatzes nach zu urteilen zur Ferienzeit auch gut besucht. Doch jetzt Mitte September hält sich der Andrang in Grenzen und auch wenn ich hier nicht alleine Unterwegs bin, kann man das Ganze wunderbar genießen. Sollte mich mein Weg eines Tages wieder hier herführen, werde ich mir wohl die Große 20km Runde durchs Fjäll gönnen.