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In diesem Artikel findest du einige Informationen zum Reisen in Norwegen, die ich während meiner 3-wöchigen Reise durch das Land gesammelt habe und dir vielleicht bei der Planung deiner Reise helfen können.

Verständigung in Norwegen

Wer des Norwegischen nicht mächtig ist (wie ich) kommt in Norwegen mit englisch sehr gut zurecht. Fast jeder in Norwegen spricht englisch. Egal ob es der Campingplatzbetreiber war oder die Kassierin im Supermarkt. Ein kurzer Hinweis genügt und die Leute sprechen in gut verständlichem englisch weiter.
Deutsch wird dagegen nur wenig gesprochen, wobei viele Info-Tafeln in norwegisch, englisch und deutsch beschriftet sind.

Währung, Bezahlen, Preise

In Norwegen bezahl man mit Norwegischen Kronen (kurz NOK oder Kr).

Der Wechselkurs zum Zeitpunkt meiner Reise:
1 Euro = ca. 9,32 NOK.

Wie in Deutschland ist der einfachste Weg an Bargeld zu kommen der Geldautomat, diese werden in Norwegen in der Regel mit den Begriffen Mini-Bank, ATM oder Bankomat bezeichnet. Wer sich auf englisch nach dem nächstgelegenen Geldautomat erkundigen möchte, kommt am ehesten mit dem Begriff "cash terminal" weiter.
In Norwegen kann man jedoch auch fast alles mit Kreditkarte bezahlen, egal ob es sich um Fähre, Campingplatz oder Parkgebühren handelt. Im Unterschied zu Deutschland benötigt man allerdings häufig die PIN-Nr. anstatt der Unterschrift.
Norwegen hat insgesamt ein recht hohes Preisniveau. Während meiner Reise habe ich in erster Linie Lebensmittel eingekauft. Diese kosten im Schnitt etwa das 3 fache wie in Deutschland. Wer gerne ins Restaurant zum Essen geht (sofern man überhaupt eines findet) muss sich auch hier auf saftige Preise einstellen. Eine einfache Pizza (beim Italiener um die Ecke in Deutschland für deutlich unter 10 Euro zu haben), kann in Norwegen auch mal umgerechnet 30 Euro kosten.

Maut in Norwegen

Auf einigen Strassen in Norwegen wird Maut verlangt. Das System funktioniert vollautomatisch, man muss also nicht wie etwa in Österreich oder der Schweiz eine Plakette kaufen oder wie in Italien alle paar km an einer Mautstellen anhalten um zu bezahlen. Dort wo Maut verlangt wird wird einfach während der Durchfahrt das Kennzeichen erfasst, die Gesamtrechnung erhält man innerhalb von 1-5 Monaten nach passieren der ersten Mautstellen per Post zugesandt.

Auf Privat-Strassen und Wegen gibt es teilweise auch die "Kasse des Vertrauens", hier hält man an der Mautstellen an, nimmt sich einen Umschlag, schreibt sein Kennzeichen darauf, legt das Geld in den Umschlag und wirft das Ganze in einen Briefkasten. Ein abtrennbarer Durchschlag auf dem Umschlag dient als Beleg bzw. Quittung. Dieses System ist in Norwegen auch anderweitig sehr verbreitet. Teilweise gibt es dieses System z.B. auch an Campingplätzen.

Autofahren in Norwegen

Die meisten Straßen in Norwegen sind asphaltiert, vor allem die "letzte Meile" beispielsweise zu Siedlungen oder zu Sehenswürdigkeiten ist meist nur geschottert. Qualitativ können die meisten Straßen in Norwegen nicht mit deutschen mithalten. Schlaglöcher und Spurrillen sind eher die Regel als die Ausnahme. Auch sollte man sich darauf einstellen das sich der Zustand der Straße von einem auf den anderen Meter massiv ändern kann.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei Landstraßen bei Tempo 80, auf Autobahnen Tempo 90 und in Ortschaften bei 50 km/h.

Einspurige Baustellendurchfahrten werden häufig noch von Hand geregelt, vor allem bei längeren Baustellen oder Baustellen in Tunneln wird man auch häufig durch die Baustelle geführt. Ähnlich wie im Motorsport reiht man sich hinter dem "Safety Car" ein und fährt hinter ihm durch die Baustelle.
Einsame Straße in Norwegen

Campingplätze in Norwegen

Campingplätze in Norwegen sind in der Regel sehr einfach ausgestattet. Meine nach dem Zufallsprinzip während der Fahrt ausgesuchten Campingplätze bestanden in der Regel aus einer mehr oder weniger ebenen Wiese, einem Sanitärgebäude und einer Rezeption. Daneben gab es auf allen Campingplätzen die Möglichkeit kleine Hütten für die Übernachtung anzumieten. All zu teuer sind die Plätze dabei nicht, für meinen Mini-Camper wurde in der Regel der Preis für ein Zelt angesetzt, zusammen mit Strom koste die Nacht zwischen 100 und 250 Kronen, umgerechnet etwa 11 bis 27 Euro. Hinzu kamen meist noch zwischen 10 und 20 Kronen für die warme Dusche,also zwischen ca. 1 und 2 Euro. Das Geld fürs Duschen wird direkt mittels Münzautomaten beim Duschen bezahlt. Man sollte also immer ein paar 10 und 20 Kronen Stücke in der Tasche haben oder sich mit dem wirklich sehr kalten Wasser beim Duschen abfinden. Am besten man erkundigt sich gleich bei der Anmeldung, dann hat man ggf. noch die Möglichkeit an der Rezeption zu wechseln, da diese meist nur Abends besetzt sind.
Auf dem Campingplatz

Wildcamping

Das übernachten im Wohnmobil auf Parkplätzen ist in Norwegen entgegen langläufiger Meinung nicht offiziell erlaubt, wird aber geduldet sofern es nicht mit einem Schild nicht ausdrücklich verboten ist oder es sich um ein Privatgelände handelt. Das bekannte Jedermannsrecht das das Campen überall erlaubt gilt eigentlich nur für die Übernachtung im Zelt. Dementsprechend sieht man auf der Fahrt durch Norwegen am frühen morgen oder späten abend häufig Zelte die direkt neben den Strassen aufgebaut sind.

Öffentliche Toiletten in Norwegen

Da ich in meinem Camper keine Toilette habe, ist wohl die am Häufigsten gestellte Frage die Frage wo man seinen Toilettengang erledigt. In Norwegen gibt es entlang der Straßen alle paar Kilometer eine Toilette. Sogar auf recht abgelegenen.
In abgelegenen Gegenden sind es zumeist Plumsklos, die in der Regel aus einer Kleinen Hütte mit 2 Kabinen bestehen, einer etwas kleineren und einer etwas größeren mit Haltegriffen für Menschen mit Behinderungen. Das Geschäft fällt einfach in einen Unterirdischen Behälter, der Füllstand ist von oben gut sichtbar :-) Je Belebter die Gegend desto besser sind auch die Toiletten. Gerade an Mautstrassen, Autobahnen!, Brücken, Aussichtspunkten, Museen und anderen Sehenswürdigkeiten gibt es eigentlich immer eine sehr gute und saubere Toilette. Die Toiletten waren dabei immer kostenlos und verfügten allesamt über eine behindertengerechte Ausstattung.

Mobilfunk, Internet, Wifi

Norwegen gehört nicht zur EU, ist aber stark mit dieser Verbunden. Wodurch (zumindest bei meinen Verträgen) auch die Abschaffung der Roaming-Gebühren seit Sommer 2017 greift. Vor der Norwegenreise aber am Besten nochmal beim eigenen Anbieter informieren. Von wenigen Ausnahmen abgesehen hatte ich dabei immer Empfang, falls nicht genügte es meist einige Meter weiter zu gehen.
Daneben gab es an allen Campingplätzen kostenlosen und geschwindigkeitstechnisch auch nutzberaren Wifi-Zugang zum Internet.