Startseite Norwegen Roadtrip 2017 - Teil 1

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Meine bisher weiteste und längste Reise führte mich nach Norwegen. Nachdem ich vom Dänischen Frederikshavn mit der Fähre nach Oslo gefahren bin, führt mich meine erste Etappe entlang der Schwedischen Grenze nach Røros, einer alten Bergwerksstadt.

Raus aus Oslo

Um 18:30 erreicht meine Fähre nach 9 Stunden Überfahrt endlich Oslo. Für eine Großstadt ist Oslo erstaunlich grün. Eigentlich eine sehr schöne Stadt, doch ich will so schnell wie möglich die berühmte Norwegische Natur erleben. Nachdem ich mich an einem Geldautomaten mit etwas Bargeld versorgt habe führt mich mein Weg auf schnellstem Wege aus der Stadt. Zunächst geht es auf die Autobahn in Richtung Trondheim. Mit Hilfe der Handy App Park4Night finde ich einige Kilometer außerhalb der Stadt einen Parkplatz zum Übernachten, einem Parkplatz nur wenige Meter von einem See entfernt.
Einfahrt in Oslo

Weiter in Richtung Røros

Am nächsten Morgen unternehme ich noch einen kurzen Spaziergang am See, geniesse die Ruhe und fahre schliesslich weiter. Ich lege noch einige Kilometer auf der Autobahn zurück, bis ich mich dazu entschliesse nicht den schnellsten Weg zu nehmen, schliesslich bin ich im Urlaub und nicht auf der Flucht. Ich verlasse also die Autobahn in Richtung Schwedischer Grenze. Es ist noch relativ viel Verkehr. Nicht gerade das was ich von Norwegen gehört habe. Aber mit jedem Kilometer mit dem ich mich weiter von Oslo entferne wird der Verkehr weniger, bis ich mich irgendwann frage wann ich eigentlich das letzte Auto gesehen habe. Der Weg führt mich durch eine dicht bewaldete hügelliege Landschaft und schliesslich in ein wunderschönes Flusstal. Hier lege ich meine erste längere Pause des Tages ein. Ganz alleine sitze ich am Fluß und geniesse mein Mittagessen und die Ruhe.
Pause am Fluss

Røafallene

Doch ich will noch ein Stück weiter, also verlasse ich diesen traumhaften Platz und fahre weiter in Richtung Røros, immer weiter entlang des wunderschönen Flusses. Bis ich schliesslich an einem riesigen See lande, dem Engeren See. Die Strasse führt mich direkt am Ufer entlang, bis ich ein Schild entdecke das auf eine Sehenswürdigkeit hinweist, dem Røafallene. Ich vermute das es sich um einen Wasserfall handeln könnte und beschliesse dem Schild zu folgen. Ein Schotterweg führt mich weg von der geteerten Straße über einen Schotterweg ein ganzes Stück in den Wald. Zwischenzeitlich kommen mir Zweifel ob ich auf dem richtigen Weg befinde, aber ich fahre erst mal weiter, bis der Weg schließlich so schlecht wird das ich meinem Auto die Weiterfahrt nicht zumuten möchte. Auf einem kleinen Platz mitten im Wald stelle ich mein Auto ab. Da ich den Wasserfall bereits hören kann beschliesse ich den Rest zu Fuß zurück zu legen. Zu meiner Überraschung finde ich wenige Meter nach der Stelle an der ich mein Auto abgestellt habe einen Parkplatz samt Grillstelle. Von dort aus führt ein schmaler Wanderweg die letzten Meter zum Wasserfall.
Der Weg zum Wasserfall
Der Wasserfall hat eine beeindruckende Größe, die Wassermassen die hier ins Tal stürzen stellen viele der mir bisher bekannten Wasserfälle in den Schatten. Trotzdem bin ich ich wieder komplett allein. Außer dem Wasserfall ist kein anderes Geräusch zu hören. Weder Autos, noch Flugzeuge noch sonst irgendein Mensch gemachtes Geräusch. Der Himmel ist strahlend blau, keine Flugzeuge oder Kondensstreifen. Ein Himmel wie man ihn Deutschland nur sehr sehr selten sieht. Auf einem Felsen direkt am Wasserfall mache ich es mir bequem, geniesse die Sonne, die Ruhe und lasse mir die am Wegesrand gesammelten Blaubeeren schmecken.

Røafallene

Weiter Richtung Femundsee

Irgendwann zieht es mich dann aber doch weiter, ich will noch zum Femundsee und mir dort einen Platz zum Übernachten suchen. Auf dem Weg dorthin passiert das was ich noch des Öfteren in Norwegen erleben werde. Die Landschaft und die Vegetation ändert sich von einem auf den anderen Meter. Plötzlich ist der Wald nicht mehr so dicht, der Boden ist nicht mehr mit Blaubeerstäuchern, sondern mit Islandmoos bewachsen und die Landschaft scheint sich in eine endlose Ebene verwandelt zu haben.
Viel Verkehr in Norwegen :-)
Als ich mein Ziel, den Femundsee erreiche, stelle ich fest das die etwas versteckten Plätze direkt am See mit meinem Auto nicht befahrbar sind, da die Straße neu geteert wurde und die Zufahrten einen ziemlich großen Absatz aufweisen. Also beschliesse ich auf einem der ausgeschilderten Campinplätze zu übernachten.

Røros

Am nächsten Morgen mache ich mich auf nach Røros. Røros ist eine alte Bergwerksstadt, mit wunderschönen alten Gebäuden, einer sehr schönen Kirche und einem alten Bergwerksgelände samt riesigem begehbaren Schlackeberg. Nach einem Rundgang durch die Stadt besuche ich noch das Bergwerksmuseum, einem sehr schön gemachten Museum mit sehenswerten Modellen die die Geschichte des Bergbaus in Norwegen erklären. Wer des norwegischen nicht mächtig ist, kann einen deutschen Audio-Guide an der Information ausleihen oder an einer Führung in englischer Sprache teil nehmen. Ich habe mich für beide Varianten entschieden und würde aber allen die etwas Englisch verstehen die Führung empfehlen, die sehr gut gemacht war.
Røros
Røros