Mein Umgang mit KI bei der Softwareentwicklung
Dazu gehört natürlich auch das Thema künstliche Intelligenz. Ich versuche derzeit herauszufinden, wie ich KI sinnvoll in meinen Entwicklungsprozess integrieren kann.
KI ist für mich eine faszinierende Technologie, die ich trotzdem mit einer gesunden Portion Skepsis betrachte. Ein wenig erinnert sie mich an das Prinzip „Friss oder stirb“: Verzichtet man vollständig darauf, könnte man in Zukunft erhebliche Nachteile haben. Schließlich kann eine KI manche Aufgaben innerhalb von Sekunden erledigen, für die ein Mensch Stunden, Tage oder sogar Wochen benötigt.
Sich blind darauf zu verlassen, halte ich allerdings für genauso gefährlich.
Zum einen macht auch eine KI Fehler. Zum anderen sehe ich die Gefahr, dass wir als Menschen grundlegende Fähigkeiten verlieren, wenn wir immer mehr Aufgaben vollständig an sie abgeben. Dabei meine ich nicht nur spezielle Fähigkeiten wie Programmieren, das Erstellen von Grafiken oder die Produktion einer Videosequenz. Es geht auch um ganz grundlegende Dinge: lesen, schreiben, eigene Texte formulieren oder sich selbstständig Wissen aneignen.
Für die Softwareentwicklung hat sich für mich inzwischen ein Ansatz bewährt: Ich behandle die KI wie einen neuen Assistenten, der gerade sein Studium abgeschlossen hat.
Er verfügt über ein enormes theoretisches Wissen – was ihm fehlt, ist Erfahrung.
Deshalb lasse ich mir beispielsweise einzelne Funktionen generieren und nicht gleich komplette Programme. Gleichzeitig habe ich meinen KI-Assistenten inzwischen so weit an meine Arbeitsweise angepasst, dass sich der erzeugte Code weitgehend an meinem Programmierstil orientiert. Dadurch bleibt er für mich verständlich und ich kann nachvollziehen, was genau passiert.
Manchmal lerne ich dabei sogar noch etwas dazu.
Wichtig ist mir aber, dass ich Fehler oder notwendige Anpassungen weiterhin selbst und ohne KI beheben könnte. Vollständig abhängig möchte ich mich davon nicht machen.
Damit soll es mit diesem kleinen Ausflug in die Welt der Softwareentwicklung und KI aber auch schon wieder gut sein.